Mein erster Antrag als Stadtrat.

Freischankflächen Erweiterung

19. Juni 2020

Liebe Seitenbesucher,

Als Hotelbetriebswirt und Mann vom Fach, liegt es in der Natur der Sache, dass ich mich in diesem Metier auskenne. Ich habe mir ein weltweites Gastronomienetzwerk über die Jahre aufbauen können und Pflege diese Kontakte auch immernoch. Wir haben viele hervorragende Gaststätten und Gastgeber in Schongau. Schaut man in andere Städte und Gemeinden sind wir verwöhnt mit gutem Angebot und dieses gilt es zu halten! Nichts wäre schlimmer als Existenzen scheitern zu sehen. Da der Gastronomiesektor eine sehr hohe Wettbewerbsfähigkeit besitzt sollten unsere Gastronomen alle die gleiche Chance bekommen in diesen schwierigen Zeiten über "die Runden" zu kommen. Durch die momentan herrschenden Kontaktverbote, welche sobald wohl noch nicht gelockert werden, wurden die Gastronomen dazu gezwungen ihre verfügbaren Sitze/Tische zu halbieren. Jedem ist wohl bewusst, dass dies zu erheblichen Umsatzeinbrüchen führt, wenn man nur noch die Hälfte der zur Verfügung stehenden Plätze verwenden darf. Man kann dies nur kompensieren indem man a) neuen Raum schafft (der kostenlos ist oder sehr günstig), b) eine höhere Frequenz der Tische erreicht und c) Kosten senkt.

Bei Punkt a) kann die Stadt helfen und sollte es auch. Die Folgen eines Gastronomiesterbens in Schongau wären fatal! In meinem Antrag sprach ich von unserer typisch bayrischen Gemütlichkeit. Diese würde verloren gehen wenn es in Zukunft nur noch "big Player" a la "Schachtelwirt" gibt. Verstehen Sie mich nicht falsch, die Systemgastronomie hat ihre Berechtigung, aber es gilt hier Existenzen zu schützen (oder es zumindest zu versuchen). Das fängt an bei der Aushilfe, welche sich etwas Geld dazuverdienen muss, da es anders nicht geht. Die Lieferanten, denen ebenfalls Einnahmen weggefallen sind. Schluss endlich dann auch dem Wirt. Sie sehen da hängt eine Menge dran. Der Gastronomiesektor ist ein großer Wirtschaftszweig, den man leicht übersieht, aber viele kleine Zahnrädchen sind hier am arbeiten um uns schlussendlich das Bier oder Essen zu servieren. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass es viele Vorteile bringen würde, wenn wir den Gastronomen weitere Flächen zur Verfügung stellen, die sie bei gutem Wetter zusätzlich "bewirtschaften" können. Die Stadt wird lebendiger und die Kaufkraft gestärkt. Mit relativ geringem finanziellen Aufwand könnte die Stadt Schongau hier eine Menge bewirken. Wie das ganze genau in Schongau aussehen kann muss man im Einzelfall prüfen. In Wien werden Kfz-Stellplätze durch sogenannte Schanigärten temporär umgenutzt. Oft sind diese mit Blickschutzwänden eingezäunt, auf einem Podium errichtet oder mit Topfpflanzen geschmückt. Sie sind damit von der Straße sicher abgegrenzt und erhöhen durch die Begrünung die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Ähnliche Beispiele sind ja bereits in Schongau zu finden.

Ich hoffe der Antrag findet Anklang!

Mit freundlichen Grüßen euer,

Alexander Majaru

Ps: Gastronomen aus Schongau, können sich nun an die Stadt wenden.

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