Jusos Hinterfragen das Krisenmanagement im Landkreis

30. November 2020

Sehr geehrte Frau Landrätin Jochner-Weiß,

In Bayern wurde zum wiederholten Male der Katastrophenfall ausgerufen. Der Katastrophenschutz im Landkreis Weilheim-Schongau soll dann eintreten wenn, Leben oder Gesundheit einer Vielzahl von Menschen oder die natürlichen Lebensgrundlagen oder bedeutende Sachwerte in ungewöhnlichem Ausmaß gefährdet oder geschädigt werden und die Gefahr nur abgewehrt oder die Störung nur unterbunden und beseitigt werden kann, wenn unter Leitung der Katastrophenschutzbehörde die im Katastrophenschutz Mitwirkenden Behörden, Dienststellen, Organisationen und die eingesetzten Kräfte zusammenwirken. Das Landratsamt ist unterste Katastrophenschutzbehörde mit ihnen Frau Landrätin an der Spitze. Ferner ist es die Aufgabe des Landrats allgemein, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis zu vertreten. Darum darf ich im Namen des Juso-Kreisverbandes Weilheim-Schongau, sie bitten uns folgende Auskünfte zu geben:

Die aktuelle Krisensituation im Landkreis bezüglich der Covid 19-Pandemie beobachten nicht nur wir mit großer Sorge. Auch hier sind Äußerungen und konkrete Pläne seitens der Landrätin selten zu vernehmen oder zu finden. Wir sind der Meinung, dass eine wenig sichtbare und wenig zupackend wirkende Amtsführung in der gegenwärtigen Situation dieser nicht gerecht wird und fordern hier eine Klarstellung bezüglich nicht nur unserer Fragen. Als gewählte Landrätin ist es in dieser Krisensituation die Aufgabe ebendieser, sichtbar und vokal eine zentrale Rolle in der Bewältigung der Pandemie im Landkreis einzunehmen. Daher die Fragen, welche Maßnahmen wurden seit Ausruf des 1. Katastrophenfalls im Frühjahr getroffen? Welche Anpassungen wurden seither getroffen und wie sieht die zukünftige Planung aus?

Durch den tragischen Ausbruch im Schongauer Krankenhaus war die Geburtenstation in ebendiesen nicht zugänglich. Da zudem im Krankenhaus Penzberg und in Weilheim keine Geburtsstation mehr existiert, waren Schwangere in großen Teilen des Landkreises von einer natalen Nahversorgung abgeschnitten. Dies ist eine Situation, die einem reichen und an sich strukturstarken Landkreis wie Weilheim-Schongau nicht gerecht wird und fordern konkrete Schritte, die natale Nahversorgung nachhaltig sicherzustellen und zu verbessern! Was wurde seitens des Landratsamtes unternommen um eine solcher Situation vorzubeugen? Welche Gegenmaßnahmen wurden unternommen um der Situation Herr zu werden? Wie sieht die zukünftige Planung aus um eine gesamtgesundheitliche Grundversorgung zu gewährleisten? Wir bitten um zeitnahe Beantwortung der Fragen.

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